Ohren für Van Gogh
Bevor es zu spät wird, möchte ich über meine August-Reise nach Basel berichten. Da ich mich in der Schweiz sowieso sehr wohl fühle, habe ich schon geschrieben. In Zürich war es so, in Basel auch. Die Schweizer sind gut drauf und sehr lustig. Wie sie sprechen – da fühle ich mich wie zuhause. In Basel war es sehr heiss, aber zum Glück gibt es viele Brunnen, wo ich mein Kopf immer mal gekühlt habe.

Viele Türen sind mit schönen Goldköpfchen ausgestattet. Die schauen ganz neugierig aus dem Rahmen und wollen wahrscheinlich ausbrechen. Dürfen sie aber nicht.

Auf dem Rhein herrschen fast venezianische Verhältnisse:

Die Entdeckung des Jahres: Wickelsack. Man packt die Klamotten in ein Sack, wickelt den Sack ein, springt in den Rhein, schwimmt runter, kommt nach ein Paar Kilometer raus, packt den Sack aus, zeiht sich trockene Klamotten wieder an und geht nach hause.

Überall wo man wohnt, gibt es WiFi – zwar nicht umsonst, aber zuverlässig. Auch im Hof funktioniert der drahtlose empfang. Ich findes es klasse, über die Spätfolgen der WiFi Strahlung machen sich die Menschen noch keine Sorgen. Gegen Radioaktivität soll Rotwein gut helfen. Schweizer Messer sind vorsorglich alle mit einem Korkenzieher ausgestattet.

Man trifft Freunde und trinkt Bier. Auf der Terrasse herrscht fast karibische Atmosphäre. Karamba!


Danke Daniel für die lustigen Fotos!
Aber eigentlich war ich in Basel wegen einem ganz anderen Grund, ich habe die Van Gogh Ausstellung besucht und wollte meine Ohren für einen guten Zweck spenden.

Wer sich Sorgen um meine Ohren macht, kann ich beruhigen. Die Ohren sind noch dran. Die abzuschneiden kann ich immer noch. Das schweizer Messer habe ich immer in meinem Rucksack.
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