Idee aus Sand und Hund
Wenn ich unterwegs bin, habe ich irgendwie immer Glück. Ich sehe Dinge, die andere vielleicht nicht sehen. Nein nein, bitte nicht an Sixt Sense denken, wo der kleine Junge gesagt hat “ich sehe tote Menschen”. Die sehe ich, Gott sei Dank, nicht. Dafür viele lustge Dinge, die mich zu meinen Collagen inspirieren. Heute habe ich die Collage “On The Beach” gemacht. Und habe mir gleich die Gedanken gemacht, wie kommt es eigentlich dazu dass man manchmal viel Zeit investiert, viele Varianten ausprobiert, unzählige Skizzen macht – alles Umsonst. Es klappt gar nichts. Und manchmal, wie heute zum Beispiel, passiert es von alleine und das Bild entsteht schnell und leicht – wahrscheinlich wie eine leichte Geburt (ok, mit den Geburten kenne ich mich nicht aus, aber egal).

Ich habe mir das Geschehen analysiert und konnte folgende Vorgehensweise rekonstruieren.
Als ich im Urlaub war, hatte ich einige schöne Momente am Strand von Narbonne. Saison war zum Glück zu Ende, es waren nicht viele Leute am Strand. Ich hörte an meinem iPod Musik. Einmal bin ich eingeschlafen und durch den Schlaf hörte ich On The Beach von Chris Rea. Ich machte die Augen auf und habe das Cover der Platte live gesehen. Sehr schön. Passte wunderbar.

Mein Freund Juri, der auch am Strand war spielte gerade mit seiner Kamera und einem Weitwinkel. Ich habe sein Weitwinkel ausgeliehen, um auch ein Bisschen zu experimentieren. Irgendwie hatte ich ein Foto in Erinnerung, wo ein Junge mit einer Schnecke im Mund am Strand fotografiert wurde. Das Bild war eine Weitwinkelaufnahme. Ich bin kein Fan von Weitwinkelobjektiven, war aber neugierig. Ich wollte auch so was ausprobieren, ohne Schnecke. Es hat funktioniert, mit eingebautem Blitz meiner 500D konnte ich ein Paar lustige Aufnahmen machen.

Außerdem erscheinen die Bauten im Weitwinkel ganz nett. Ich glaube, ich werde mir ein Weitwinkel anschaffen

Auch ein Foto von dem Holzboden vor dem Baywatch Turm habe ich fotografiert. Mit Blende 22. Ich hatte so ein Verdacht, dass ich diese Aufnahme gut gebrauchen konnte.

Ein Tag später waren wir in Beziers. Die Stadt hatte einige Überraschungen für uns parat. Jemand hat eine Pappdame in ein Container geschmissen. Die Schönheit fühlte sich dort anscheinend nicht schlecht und war bestimmt froh, dass sie mit dem Deckel vor der Sonne geschützt war.

Viele nette Geschäfte. Antik und Kitsch, Waschsalons und Feinkost. Bäcker (ich darf nichts Süßes). Und plötzlich. Bingo. Ein Hund auf dem Sessel. Ich habe mit den Hunden auf dem Sessel einfach Glück.

Wie damals in Hamburg, wo ich den berühmten Hund fotografiert habe. Der saß auch im Sessel. Das glaubte mir zwar niemand, aber es war so.

Es gab auch andere Hunde… weniger spektakulär, aber trotzdem ganz treu.

Katzen, die am Eingang ihres Hauses liegen und fremde Menschen nicht reinlassen.

Es gibt in Frankreich tolle Hintergründe…

Fantastische Läden, wo man bestimmt auch die Blaue Mauritius günstig kaufen kann…

… und nette Menschen, die das Container nachmittag aufgemacht haben, damit die Dame ein Bisschen Sonne bekommt, denn die Gefahr des Sonnenbrandes ist vorbei.

Diese Eindrücke haben dazu beigetragen, dass ich das “Bild On The Beach” so schnell und leicht zusammengebastelt habe. Inspiration aus Sand und Hund – und ein Bisschen Frankreich. So leicht möchte ich es immer haben.
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